
Bei meinen Streifzügen durch die Wohnviertel oder Innenhöfe der Innenstadt fallen mir immer wieder die plakativen Fassaden der Wohnzeilen auf. Rechtwinklig ausgerichtet bilden sie große Flächen, die einem demonstrativ ins Auge fallen wollen. Sie prägen noch maßgeblich das Stadtbild Wolfsburgs.
Meine Gefühle für die Wohnzeilen erinnern mich immer wieder an eine Beschreibung des polnischen Dichters Tadeusz Peiper, der 1927 für die Meisterhäuser in Dessau folgende Wort fand:
Ihre Wände sind ein weißes Leuchten, umgeben vom grünen Leuchten der Rasenflächen und Bäume. Flache Dächer – eine horizontale Linie – drücken Sie in die Erde. Die Fenster suchen das Licht dort, wo sie es finden können. Vorsprünge fangen den Schatten ein
Nun waren die Meisterhäuser in Dessau keine Wohnzeilen, aber die Worte beschreiben es für mich ansehnlich.